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Stiftsbibliothek St. Gallen: Gallus und sein Kloster

Ein Blick in die Schatzkammer und Gedanken zur Zeitenwende

Gewölbekeller der Stiftsbibliothek. Bild: Thomas Egger

6.08.2022

Von der Einsiedlerzelle des Mönchs Gallus bis zum Stiftsbezirk, der zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, führt die Dauerausstellung «Gallus und sein Kloster» im Gewölbekeller der Stiftsbibliothek durch 1400 Jahre Kulturgeschichte. Begleitet wird sie von der Jahresausstellung «Familia sancti Galli – Dasein in Unfreiheit» und der Sommerausstellung «Zeitenwende – Notker der Deutsche».

Was ist Freiheit? Eine Illusion?

Barocksaal der Stiftsbibliothek. Bild: Roland Gerth
Barocksaal der Stiftsbibliothek. Bild: Roland Gerth

Die Jahresausstellung «Familia sancti Galli – Dasein in Unfreiheit» beleuchtet Aspekte von Unfreiheit und Freiheit der Menschen im Einflussgebiet des Klosters St. Gallen. Heute ist Freiheit ein hochgeschätzter Wert. Doch was ist Freiheit? Sind wir frei oder muss Freiheit immer wieder errungen werden? Die historischen Beispiele sollen dazu anregen, sich mit eigenen Freiheitsvorstellungen auseinanderzusetzen. Die Ausstellung ist zu sehen im Ausstellungssaal des Stiftsarchivs St. Gallen bis 25. Januar 2023.

Zeitenwende – Notker der Deutsche

Am 28. Juni 1022, also vor tausend Jahren, starb der St. Galler Mönch Notker der Deutsche an einer vom Heer Heinrichs II. eingeschleppten Krankheit. Als herausragender Wissenschaftler, Lehrer und Übersetzer hatte er die St. Galler Gelehrsamkeit und die Klosterschule zu einem Höhenflug geführt. Die Ausstellung präsentiert die Leistungen dieser visionären Gestalt und gibt einen Eindruck vom vielfältigen Geistesleben um die erste Jahrtausendwende, die auch eine Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs war. Die Ausstellung ist zu sehen im Barocksaal der Stiftsbibliothek bis 6. November 2022. (pd)
   

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Informationen vor Ort:
Tourist Information
Bankgasse 9
9001 St. Gallen
www.st.gallen-bodensee.ch
  


Naturmuseum Thurgau

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Wie wär’s mit einem Besuch im Naturmuseum Thurgau in Frauenfeld, um die vielfältige Natur der Region kennen zu lernen? Nominiert für den Europäischen Museumspreis und kürzlich ausgezeichnet mit dem Schweizer Prix Museum zählt das Naturmuseum Thurgau zu den herausragenden Naturmuseen der Schweiz. Familien kommen besonders auf ihre Kosten, denn Kinder können viel entdecken und selber machen. Viele einheimische Tiere und Pflanzen sind in lebensechten Darstellungen zu sehen, Fossilien lassen längst vergangene Zeiten lebendig werden. Ein Biberbau gibt Einblick ins Leben der emsigen Nager. Er zählt mit den lebenden Ameisen zu den Höhepunkten im Museum. Wer will, geht mit einem Audioguide auf einen musikalischen Ausstellungsrundgang, und hört dabei tolle Songs und löst knifflige Rätsel und Aufgaben. Ein Besuch im Naturmuseum Thurgau bietet viel Vergnügen bei freiem Eintritt. (pd)

Naturmuseum Thurgau
Freie Strasse 24
8500 Frauenfeld
Di–Fr 14–17 Uhr, Sa, So, Feiertage 13–17 Uhr
www.naturmuseum.tg.ch  
   


Schloss Arbon

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Im mittelalterlichen Schloss Arbon mit dem die Stadt überragenden Wehrturm erwartet Besucherinnen und Besucher das grösste lokalhistorische Museum des Thurgaus. Die Dauerausstellung führt auf eine spannende Zeitreise durch 6000 Jahre Siedlungsgeschichte am Bodensee. Originalfunde, Dokumente, massstabgetreue Modelle und Bilder sind da und dort augenzwinkernd ergänzt mit Objekten heutiger Tage. Verschiedene Abteilungen im mächtigen Turm zeigen Alltag und Gesellschaft vergangener Zeiten, Wasserversorgung, lokale Waffen und das besondere Klima am See. Den Aufstieg in die Turmstube belohnt ein grossartiger Rundblick über Stadt und See. Die aktuelle Sonderausstellung «Schulwandbilder» ist eine Gastausstellung des Schulmuseums Amriswil und zeigt die Kunst der Schulwandbilder des vergangenen Jahrhunderts. (pd)

Museum im Schloss Arbon
Schloss 4
9320 Arbon
Öffnungszeiten bis 18. 9. 2022
Mo–So 14–17 Uhr
www.museum-arbon.ch
  


Kunsthalle Ziegelhütte

Gallus und sein Kloster Image 4

Die Kunsthalle Ziegelhütte ist Ausstellungsort, Konzertsaal, Industriemonument, Theaterbühne, Kunstbibliothek, Café, Museumsshop und Blumengarten zugleich. Im Innern steht hier der einzige erhaltene historische Ringbrennofen der Schweiz. Die Ziegelei, die von 1567 bis 1957 produzierte, wurde in den Jahren 2001 und 2002 von Robert Bamert zu einem Mehrspartenhaus umgebaut. Seit 2003 bietet die Kunsthalle als Ergänzung zum Kunstmuseum Appenzell neben Performances, Tanzevents und Lesungen vor allem innovative Kunst- und Musikvermittlung an. Im Sommer 2022 ist im grossen Saal der Kunsthalle das zehnte «Raumbild» der Ausstellung «R.A.W. or the Sirens of Titan» zu sehen. Miriam Cahn lässt in ihrer eigens auf diesen Raum und Appenzell abgestimmten Bilderschau die grossen Themen menschlichen Erlebens, Empfindens und Denkens aufleuchten. (pd)

Kunsthalle Ziegelhütte
Ziegeleistrasse 14
9050 Appenzell
Tel. 071 788 18 60
info@kunsthalleziegelhuette.ch
www.kunsthalleziegelhuette.ch