Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Mehr Funk für den Jazz

Honda spendiert dem Kleinwagen ein neues Outfit und einen Hybridantrieb. Dennoch fehlt dem hierzulande sehr beliebten Cityflitzer etwas.
Die höhergelegte und mit Anbauteilen verzierte Topvariante Crosstar bekommt man ab 30 050 Franken. Bild: PD

Die höhergelegte und mit Anbauteilen verzierte Topvariante Crosstar bekommt man ab 30 050 Franken. Bild: PD

Innovativ ist Honda, das muss man dem japanischen Hersteller lassen. Der Kleinwagen Jazz, seit Jahren das beliebteste Modell in der Schweiz, hat nicht nur ein einzigartiges Innenraumkonzept, sondern in der neuen Generation auch einen besonderen Hybridantrieb. Kombiniert mit dem neuen Design und der moderneren Ausstattung wird der kleine Honda bestimmt weiterhin gern gekauft werden – allerdings nicht von Leuten, die Wert auf ein gutes Fahrgefühl legen.

Um es klar zu sagen: Fahren ist nicht die Stärke des japanischen Cityflitzers. Obwohl er gut den Rhythmus hält, wenn er mal in Schwung ist, und geradeaus ganz manierlich abrollt, bringen ihn Kurven schnell aus dem Takt. Die Lenkung ist schwammig, schnelle Richtungswechsel können Seekrankheit auslösen, und Überholmanöver lassen das Adrenalin sprudeln, besonders wenn es etwas bergauf geht. Auch die Geräuschkulisse ist alles andere als Musik in den Ohren, wenn man den Jazz etwas fordert.

Eigenständiger Weg beim Antriebsystem

Nichts für Menschen mit Benzin im Blut also – doch solche Autos werden dennoch gerne gekauft, von Kunden, denen andere Dinge wichtig sind. Für die hat der neue Jazz einiges zu bieten. Angefangen bei den «Magic Seats» genannten Fondsitzen: Die können nicht nur zusammengefaltet werden, es lassen sich auch die Sitzkissen hochklappen. Da der Benzintank unter den Vordersitzen angeordnet ist, entsteht so im Fond ein tiefer Laderaum, in dem auch mal eine Yuccapalme transportiert werden kann.

Die Vordersitze lassen sich nach wie vor komplett flach umklappen und quasi in ein Bett umwandeln. Hinzu kommen eine gute Rundumsicht auf dem Fahrersitz, ein modernes Infotainmentsystem und ein wohnliches Ambiente. Mit diesem Innenraumkonzept sticht der neue Jazz im B-Segment hervor.

Das tut der Japaner auch mit seinem Antrieb. Denn anders als etwa beim Konkurrenten Toyota Yaris wird der Jazz nicht aus einer Kombination von Verbrennungs- und Elektromotor angetrieben. Im e-HEV genannten System von Honda stammt die auf die Vorderräder geleitete Antriebskraft fast immer allein von einem Elektromotor mit einer Leistung von 80 kW (109 PS). Der 1,5-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor produziert in Verbindung mit einem zweiten E-Motor (Generator) den Strom dazu. Nur in wenigen Fahrsituationen im höheren Tempobereich kann das System auch den Benzinmotor direkt mit der Antriebsachse verbinden.

Der Crosstar für ein jüngeres Publikum

Die Vorteile dieses Systems: Der Verbrennungsmotor kann meist im effizientesten Drehzahlbereich betrieben werden. Der Wirkungsgrad ist somit wesentlich höher – gemäss Hersteller liegt er bei maximal 40,5 Prozent, statt der üblichen rund 25 Prozent. Der Verbrauch ist entsprechend tiefer. «Das ist in etwa so, wie wenn Sie nachts Ihre Wäsche waschen, weil dann der Strom am günstigsten ist», erklärt der frühere Honda-Ingenieur und heute technische Berater Kotaro Yamamoto. Ausserdem entfällt bei dieser Antriebsweise ein konventionelles Getriebe, was einerseits Reibungsverluste minimiert, andererseits aber Kosten einspart – ein natürlich hochwillkommener Effekt für den Hersteller.

Der Normverbrauch des neuen Honda Jazz von 4,6 Litern auf 100 Kilometer liegt auf Augenhöhe mit dem deutlich grösseren Toyota Prius mit «konventionellem » Hybridantrieb. Der durchschnittliche CO2-Ausstoss von 104 Gramm pro Kilometer klingt zwar gut, liegt aber noch immer klar über dem gültigen Richtwert von 95 Gramm.

Mit dem neuen Jazz will Honda ein jüngeres Publikum erreichen. Helfen soll die etwas höher gelegte und mit Dachträgern und Plastikplanken versehene Variante Crosstar. Ausserdem kann der Kleinwagen auch mit farblich abgesetztem Dach und in neuen Farbtönen geordert werden, was immerhin für etwas Auswahl sorgt.

Denn beim Antrieb gibt es keine: In ganz Europa wird die neue Modellgeneration ausschliesslich als Hybridversion e-HEV verkauft. Letztlich hat der Jazz nun zwar etwas mehr Funk – ein gewisser Groove fehlt dem Japaner aber nach wie vor. Dave Schneider


Nachrichten

Die IAA will sich allen Mobilitätsthemen öffnen

Neustart - Die Internationale Automobilausstellung IAA wird im kommenden Jahr nicht mehr in Frankfurt, sondern in München stattfinden. Die Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, Hildegard Müller, kündigte einen grundlegenden Neustart an. Dazu gehöre, dass sich die IAA künftig auch stärker den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz widme sowie andere Mobilitätslösungen von E-Scootern bis zum Öffentlichen Verkehr in den Blickpunkt rücke. Die IAA in München findet vom 7. bis zum 12. September 2021 statt. (red)

BMW Schweiz startet Abo-Modell

Innovation - BMW Schweiz lanciert ein Abo-Modell für junge Occasionen der Marken BMW und Mini. Die Kunden können unter www.bmw.abo oder www.miniabo.ch aus einer Vielfalt junger Gebrauchtwagen auswählen, deren Erstzulassung zwischen drei und 24 Monaten zurückliegt, und ihr Wunschfahrzeug zu einem festen Tarif für eine mehrmonatige, von ihnen bestimmte Laufzeit mieten. In der Fahrzeugmiete sind auch Nebenkosten wie Service, Versicherung, Steuern und Vignettengebühren inbegriffen. Das Angebot basiert auf einer Kooperation von BMW Schweiz mit der Online-Plattform Vive-LaCar und ist ab sofort verfügbar. (red)

Der Toyota RAV4 ist ein Millionenseller

Rekordkurs - Der Toyota RAV4 hat sich über zehn Millionen Mal verkauft, und das in fünf Modellgenerationen seit 1994. Allein in Europa wurden über zwei Millionen Stück verkauft. 2019 war der Wagen nicht nur der weltweit meistverkaufte SUV, sondern er stand auch an vierter Stelle unter allen Personenwagen, wie Toyota weiter mitteilt. (red)