Wie sind Sie zu Ihrer künstlerischen Arbeit gekommen?
Ich habe bereits an der Kunsthochschule den Schwerpunkt Textil gewählt und mich intensiv mit dem Material in all seinen Facetten beschäftigt. Daraus ist im Laufe der Zeit mein eigenes künstlerisches Vokabular, eine Art der Kommunikation, entstanden.
Welche Themen oder Erlebnisse leiten Sie bei Ihrer Arbeit?
In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der inhaltlichen, der materiellen und der technischen Seite des Textils. Inhaltlich leiten mich beispielsweise Fragen zu Körperlichkeit, räumlichen Bezügen und Weichheit. Die Materialität, die ich durch Fadenverkreuzungen entstehen lasse, ist für mich immer wieder ein Prozess des Scheiterns und Verstehens. Im Appenzell arbeite ich an einem computerbasierten Jacquard webstuhl, der sozusagen mein Kollaborationspartner ist. Durch Spannung, Kraft und Zug entstehen skulpturale Gewebe, die ich im Raum weiterentwickle. Ein Beispiel dafür ist meine Installation "Coatings".

Was verbindet Sie mit der Ostschweiz?
Durch das Textile habe ich eine langjährige und schöne Verbundenheit mit der Ostschweiz. Ich bin regelmässig hier, und ein Grossteil meiner Arbeit findet in der Region statt.
Welche Funktion von Kunst nehmen Sie als die wichtigste wahr?
Zunächst würde ich sagen, dass sie erst einmal keine zwingende Funktion hat. Aus meiner Erfahrung heraus lässt uns das so Dinge in einer Freiheit, Offenheit und Körperlichkeit wahrnehmen. Das finde ich eine tolle Kraft.
In welchen (Ost)Schweizer Museen sind derzeit Werke von Ihnen zu sehen?
Noch bis zum 3. Januar ist meine Installation "Coatings" im Kunstmuseum St. Gallen zu sehen.
Es ist immer wieder schön, die Rückmeldungen direkt von Besuchenden oder über Mitarbeitende des Museums zu hören. Ich nehme wahr, dass die Installation auf verschiedenen Ebenen berührt - taktil, visuell und räumlich. Das freut mich sehr. (vred)
STECKBRIEF
Name: Marie Schumann
Alter: 34
Wohnort: Zürich
Beruf: Künstlerin
Materialwahl: Textil, Stahl
Festungsmuseum Heldsberg

Das Festungsmuseum Heldsberg in St. Margrethen, die Sperre Stoss bei Altstätten und der Kommandobunker Grenzbrigade 8 in Haslen AI laden dazu ein, Geschichte hautnah zu erleben. Original erhaltene Technik und authentisch eingerichtete Räume begeistern Geschichts- und Technikinteressierte ebenso wie Familien und Schulklassen. Betrieben werden die militärhistorischen Museen vom Verein Festungsmuseum Heldsberg, der neue Aktivmitglieder sucht.
Öffnungszeiten Heldsberg: Jeden Samstag von April bis Ende Oktober, 10 bis 16 Uhr
Kommandobunker: Nächste offene Samstage, je 10 bis 16 Uhr: 1.8.2026: 1.-August-Anlass und Aussenführung
26.9.2026: Dieseltag
31.10.2026: Führungen zur Inbetriebnahme der Anlage
Gruppenführungen sind für alle drei Standorte möglich auf Anfrage via info@festung.ch oder +41 71733 40 31.
Festungsmuseum Heldsberg,
Obere Heldsbergstrasse 5,
St. Margrethen
Kommandobunker Grenzbrigade 8,
Vorderhaslen 9,
Schlatt-Haslen
www.festung.ch
Historisches Museum im Schloss Arbon
Saurer Museum Arbon

Das Saurer Museum, an der schönen Seepromenade in Arbon gelegen, zählt zu den bedeutenden Industriemuseen der Schweiz. Es vermag mit der Geschichte und den Produkten des einst weltbekannten Unternehmens jährlich Tausende Besucher zu begeistern.
Stickmaschinen von der uralten "Chlüpperlimaschine" aus den 1860er-Jahren bis zu den lochkartengesteuerten Vollautomaten, patentiert 1912, sticken in diesem Industriemuseum die weltbekannten St. Galler Stickereien. Selbstverständlich fehlen auch die heute noch bekannten Saurer-Postautos nicht. Aber das Museum zeigt auch Feuerwehrautos, Lastwagen und den bekannten Militär-Lastwagen "Vierlivier". Webmaschinen verschiedenster Generationen rattern und weben im Museum Bänder, Hand- und Frottiertücher.
Das Museum wird engagiert durch freiwillige, begeisterte Mitglieder des Oldtimer-Club Saurer betrieben. Bei Gruppenbesuchen wird gewoben und gestickt. (vred)
Saurer Museum Arbon
Weitegasse 8
Mo–So 10–18 Uhr
www.saurermuseum.ch