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Bauen für Reinraumbedingungen

Wie die W+P Weber und Partner AG den GMP-Neubau der Hänseler AG realisierte.

Bauen für Reinraumbedingungen

Der Neubau entstand im laufenden Betrieb: eine Herausforderung für die ausführende W+P AG, da die Reinraumbedingungen berücksichtigt werden mussten. Bilder: zvg

Ein pharmazeutischer Neubau ist anspruchsvoll – besonders, wenn er entsteht, während die Produktion weiterläuft. Die W + P AG begleitete Planung und Umsetzung und übersetzte die Anforderungen der Arzneimittelproduktion in ein funktionierendes Gebäudekonzept. 

"Die grösste Herausforderung war, dass wir praktisch während des gesamten Projekts im Bestand und unter laufendem Betrieb gebaut haben", sagt Projektmanager Alexander Knorn. Staubwände, provisorische Installationen und eine Passerelle stellten sicher, dass die Betriebsabläufe jederzeit funktionierten. 

Herstellraum mit optimalem Lichteinfall.
Herstellraum mit optimalem Lichteinfall.

Die neuen Produktions- und Lagerräume unterliegen strengen Vorgaben: Neben GMP-Richtlinien mussten auch Ex-Schutz und Atex berücksichtigt werden. Eine zentrale Rolle spielt das Lüftungs- und Reinraumkonzept. "Mit hohen Luftwechselraten und gezielten Überdrucksituationen verhindern wir, dass verunreinigte Luft in sensible Bereiche gelangt", erklärt Knorn. Fugenlose Oberflächen verhindern Staubablagerungen und erleichtern die Reinigung.

Die technische Infrastruktur für Lüftung und Medien ist in Zwischengeschossen untergebracht. Jeder Raum wurde von Swissmedic geprüft und abgenommen. "Wir mussten den Bauperimeter praktisch aus dem Bestand herauslösen und später mit dem Neubau exakt wieder verbinden", sagt Knorn. Ein Mock-up half, Installationen und Reinheitsanforderungen früh zu testen. 

Das Projekt zeigt exemplarisch, wie komplex ein pharmazeutischer Neubau ist: Reinraumtechnik, Sicherheitsvorschriften und Bau im Bestand greifen eng ineinander – und bilden für die W + P AG eine Grundlage für zukünftige Projekte in diesem anspruchsvollen Umfeld.